Schuppenflechte – Was bedeutet das für mich?

Mann schaut in die Weite, wählen Sie die geeignete Psoriasis-Behandlung

Der Weg zur richtigen Behandlung

Wenn Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zum ersten Mal die Diagnose Psoriasis erfahren, ist dies oft nicht einfach zu verstehen. Zwar herrscht Erleichterung, weil Ihr Leiden einen Namen hat. Dennoch geht bei vielen die Erleichterung mit Entsetzen, Angst oder auch Wut einher. Sicherlich geht Ihnen jetzt viel durch den Kopf. Zum einen gibt es verschiedene Arten der Schuppenflechte und zum anderen verschiedene Körperstellen, die betroffen sein können.

Eine weitere wichtige Frage ist, wie stark Sie davon betroffen sind. Das ist mehr oder weniger unmöglich zu beantworten, denn die Auswirkungen der Schuppenflechte auf das tägliche Leben sind sehr individuell. Bei manchen Menschen treten nur sehr leichte Symptome mit vereinzelt schuppenden Hautstellen und gelegentlichem Juckreiz auf, während bei anderen die körperlichen Beschwerden sehr viel schwerer sind. Dennoch gilt: Auch wenn Sie Psoriasis haben, müssen Sie sich nicht einfach damit abfinden – positives Denken und ein gutes Schuppenflechte-Management helfen Ihnen.

Was ist Psoriasis?

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine Erkrankung, bei der in der Regel die Hautzellen zu schnell wachsen. Fehlgesteuerte Signale des Immunsystems führen dazu, dass sich die Hautzellen nicht über Wochen, sondern innerhalb von wenigen Tagen erneuern.
Die beiden charakteristischen Merkmale der Psoriasis sind: übermäßiges Wachstum der Hautzellen sowie Entzündungssymptome. Es ist wichtig zu betonen, dass der beschleunigte Zellwachstum nichts mit Krebs zu tun hat. Bei ca. 20 % der Menschen mit Schuppenflechte sind zusätzlich die Gelenke betroffen (Psoriasis Arthritis (PA)).  

Was ist die Ursache der Psoriasis?

Die genaue Ursache der Schuppenflechte ist nach wie vor unbekannt. Fakt ist aber, dass es sich um eine komplexe Krankheit mit vielen möglichen Ursachen handelt: Genetische, immunologische, umweltbedingte und psychische Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Diese Faktoren beeinflussen die Entwicklung der Hautzellen und beschleunigen ihre Erneuerung und Abstoßung. Wichtig: Schuppenflechte ist nicht ansteckend! Sie haben sich also bei niemandem infiziert und können andere auch nicht anstecken. Weder durch Berührungen oder im Schwimmbad noch durch Intimkontakt.

Wie viele sind betroffen?

Jeder Mensch kann Psoriasis bekommen. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Die Krankheit tritt bei 2 bis 3 % der Weltbevölkerung auf. Das entspricht einer Zahl von rund 150 Millionen Menschen weltweit.
Schuppenflechte kann in jedem Alter auftreten, doch bei den meisten Patienten entwickelt sich die Krankheit zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

Beweisen Sie Durchhaltevermögen

Auch wenn Sie Psoriasis haben, müssen Sie sich nicht einfach damit abfinden. Informieren Sie sich ausführlich über Ihre Krankheit, denn je mehr Sie darüber wissen, desto besser werden Sie im Alltag mit Ihrer Psoriasis umgehen können. Viele Patienten unterschätzen den Anteil, den sie durch die Einhaltung einer konsequenten Therapie selbst zum Erfolg beitragen können, um dadurch ein großes Stück Lebensqualität zurückzubekommen. Häufig durchgeführte Behandlungsformen sind:

  • Verschreibungspflichtige topische Behandlungen, die äußerlich auf die Haut aufgetragen werden. Sie müssen von einem Arzt oder einer Ärztin verschrieben werden. Hierzu gehören: topische Retinoide, topische Steroide, Vitamin-D3-Abkömmlinge und Kombinationspräparate mit fester Dosierung, wie Calcipotriol/Betamethason. 
  • Systemische Behandlungen, die nicht direkt auf der Haut angewendet werden. Sie wirken vielmehr von innen heraus, zum Beispiel in Form von Tabletten oder Spritzen. 
  • Die verschreibungspflichtige Lichttherapie umfasst eine Reihe von Behandlungen mit einem bestimmten Bereich der Lichtstrahlung ‒ der ultravioletten Strahlung (UV-Licht). 
  • Nicht verschreibungspflichtige (rezeptfreie) topische Behandlungen, die äußerlich auf die Haut aufgetragen werden. Hierzu gehören: Bade-/ Duschlösungen wie Bittersalze und Salze vom Toten Meer, Feuchtigkeitscremes (Hautpflegecremes), schuppenaufweichende Mittel (zum Beispiel Salicylsäure) sowie Teershampoos. 

Umgang mit Schuppenflechte

Die Wahl der geeigneten Therapie sollte im Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erfolgen und individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Denn die Wirkung der Behandlung ist oft von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Genauso kann eine Therapie, die früher gute Erfolge erzielt hat, im weiteren Verlauf nicht mehr die richtige Wahl sein. Deshalb sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin die für Sie richtige Therapie finden.

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