Vier Tipps für die richtige Kleiderwahl bei Psoriasis

Eine Auswahl an beiger Kleidung vor allem aus Naturfasern ist eine gute Option für Menschen mit Schuppenflechte

Die Wahl der Kleidung kann bei der Schuppenflechte hilfreich sein.

Kleidung ist unsere zweite Haut und sollte daher mit Bedacht ausgesucht werden. Das gilt vor allem, wenn man eine Hautkrankheit wie Psoriasis hat. Modell, Typ, Farbe und Stoffart sind dann nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern sie beeinflussen auch Ihr Wohlergehen. 

Diese Faktoren können Ihre Psoriasis auslösen oder verschlimmern: 
  • Reibung zwischen Haut und Stoff 
  • Reaktion auf Chemikalien im Stoff 
  • Übermäßige Erwärmung der Haut 
  • Starkes Schwitzen 

Zum Glück können Sie diese Risiken reduzieren, wenn Sie Ihre Kleidung mit Bedacht auswählen. Hier finden Sie ein paar Tipps, die Ihnen weiterhelfen können. 

Hand, die ein Kleideretikett hält, um zu überprüfen, ob die Kleidung bei Psoriasis empfehlenswert ist.

Vier Tipps für die richtige Kleidung bei Psoriasis

1. Wählen Sie am besten Naturfasern aus - aber seien Sie vorsichtig bei Wolle 

Naturfasern sollten Ihre erste Wahl sein. Sie lassen Ihre Haut atmen und vermeiden weitgehend eine Überhitzung und übermäßiges Schwitzen. Am besten für die Haut sind Leinen und Baumwolle. Sie saugen Feuchtigkeit auf, verteilen den Schweiß besser und sorgen dafür, dass sich Ihre Haut nicht so stark erwärmt. 

„Kann ich bei Psoriasis Wolle tragen?“ 

Keine Regel ohne Ausnahmen. Obwohl Wolle eine Naturfaser ist, sollten Sie diese nicht direkt auf der Haut tragen. Denn die Fasern können rau und kratzig sein und Reizungen verursachen, die zu Juckreiz führen und Ihre Läsionen verschlimmern können.

2. Die meisten Kunstfasern sollten Sie vermeiden - aber es gibt auch Ausnahmen 

Bei der Wahl der Kleidung sollten Sie in erster Linie darauf achten, dass die Haut gut atmen kann. Synthetikfasern lassen meist keine Luft und keine Feuchtigkeit durch, das bedeutet, dass die Transpiration behindert wird, die Feuchtigkeit bleibt auf der Haut. Es gibt viele Sorten von Kunstfasern. Vermeiden Sie vor allem Materialien aus Polyamid, Polyester, Polypropylen, Elastan und Polychloridfasern. 

Kunstfaser ist jedoch nicht gleich Kunstfaser. Es gibt Ausnahmen, die sehr atmungsaktiv sind, vor allem bei Sportkleidung. Vor kurzem wurde ein neues synthetisches Gewebe namens Tepso eingeführt, es ist speziell für Menschen mit Hautproblemen entwickelt worden, der Stoff ist luftdurchlässig und erzeugt kaum Reibung.

3. Achten Sie auf eine gute Passform

Nicht nur die Art des Stoffes ist wichtig, sondern auch Schnitt und Größe der Kleidung können eine Rolle spielen. Am besten tragen Sie lockere, bequeme Kleidung. Wichtig ist es, Reibung zu vermeiden und Ihre Haut atmen zu lassen. Wenn Sie gerne eng anliegende Kleidung anziehen, dann sollten Sie sich für Baumwolle oder Viskose entscheiden. 

4. Achten Sie auf Waschmittel und Farbstoffe 

Oft kommt die Hautreizung durch Kleidung nicht vom Stoff selbst, sondern von den Chemikalien, die darin enthalten sind, wie zum Beispiel Farbstoffe oder Additive, die für die Herstellung zugesetzt wurden. 

Auch chemische Komponenten aus Waschmitteln können Reizungen verursachen. Die Herstellung von Kleidung erfordert häufig den Einsatz vielfältigster Chemikalien, die die Haut reizen können, wenn sie mit ihnen in Kontakt kommt. Dies gilt umso mehr, wenn die Haut schwitzt oder die Kleidung starke Reibung ausübt. Wenn möglich, kaufen Sie Kleidung aus einer chemikalienarmen Produktion. Auch gebrauchte Kleidung ist eine gute Idee. Auf alle Fälle sollten Sie neu gekaufte Kleidung erst ein paar Mal waschen, bevor Sie sie anziehen. 

Beim Waschen gilt es zu beachten, dass das Waschmittel häufig nicht gründlich genug ausgewaschen wird. Daher sollten Sie beim Kauf Ihrer Waschmittel darauf achten, dass diese möglichst keine Zusätze, Parfüms und Weichspüler enthalten. Flüssige Waschmittel sind besser als pulverförmige, weil sie sich im Wasser besser auflösen. Und zu guter Letzt können Sie beim Waschprogramm einen zusätzlichen Spülvorgang anhängen. Mit diesen praktischen Tipps können Sie einige Ursachen für Hautreizungen, die durch Kleidung entstehen können, vermeiden.



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